Frage von rurosexual: Neigung zu BDSM, Veranlagung oder Erworben?
Entweder oder, sie ist eine Abnormität und ich frage mich warum die Betroffenen nicht geholfen werden wie z.B. die mit einem Borderline-Syndrom oder ähnlichen selbst- bzw. fremdzerstörerischen Zwängen?
@windi, ich habe nur genung Berichte gelesen in dem Menschen an solche Praktiken (a.B. “Breathcontrol”) gestorben sind. Angst habe ich eigentlich nicht vor derart Neigung, denn ich habe es selbst.
@lady_lack: Danke für deinen Beitrag. Ich erwartete jedoch eine Antwort.
Ich dachte, ich teile euch meine Meinung mit.
Dominierung und Submission haben ihren Zweck für die Entstehung und Erhaltung der Gesellschaft. Die Dominierenden bekommen ihren Kick durch das Leiten und Erteilen von Aufgaben und dies wird ab und zu durch eine physische Machtausübung unterstützt (also Aggression). Bei den Submissiven wird das Belohnungssystem im Gehirn aktiviert, wenn sein Herr in ihm Gefallen findet, denn dieser sorgt für sein Überleben. Von daher ist der Hang zu BDSM eine Veranlagung. Doch seit es Leben auf der Erde (bzw. im Universum) gibt, gibt es ständig Mutationen, Perversionen aber erst, seitdem es Menschen gibt. Denn eine Perversion entsteht durch komplexe geistige Veränderungen, die nur durch einen so genannten Geist erkannt und von solchem bezeichnet wird. Am Beispiel des BDSMs merkt man eine Zweckentfremdung bzw. einen Schwerpunkttausch: Das Boot fährt nicht mehr durch die Zusammenarbeit des Sklaventreibers und seiner Sklaven schneller.
Der Schmerz ersetzt die Rolle des produktiven Handelns. Man bestraft und wird bestraft, um Lust zu empfinden. Hier steht immer noch kein Widerspruch zur Debatte, denn, auch wenn das Produkt einer Perversion nicht normal ist, ist die Perversion, genau wie eine Mutation, immer noch normal. Somit sprechen zwei Punkte für die Veranlagung. Menschen wie ich, die in die Rolle der Domina und der Sub reinschlüpfen können (die früher ungern die Peitsche in der Hand hielten oder im Boot saßen und ruderten bzw. als Löwe lieber das Rudel verlassen und verhungern würden, als vom Leittier misshandelt zu werden), kennen einen Abschnitt in ihren Leben — entweder verdrängt oder vergessen —, der sie so verunstaltet haben.
Auch ich will nicht, dass mir geholfen wird. Ich erkenne nur die Abnormität an.
Beste Antwort:
Answer by Windi
Ich denke, Anlage.
Ich halte es aber nicht für eine psychische Störung, denke demzufolge auch nicht, dass diejenigen, die dies als ihre Lebensart gefunden haben, Hilfe benötigen.
Warum empfinden viele Menschen alles anders- oder fremdartige als Störung? Ist das Angst?
Nachtrag 15:06
Ich kommentier sonst selten meine Antworten, aber jetzt muss ich doch mal. Ich hab nie gesagt, dass Borderline keine Störung ist, oder dass Menschen mit Borderline keine selbstzerstörerische Neigung haben. Wir sprachen von BDSM, wenn mich nicht alles irrt, und Borderline wurde nur als Vergleich genannt!
Ausserdem finde ich, dass BDSM ganz unterschiedliche Ausprägungen hat. Bei derart allgemein gehaltenen Threads dann davon zu sprechen, dass alle dies oder das oder jenes tun, finde ich einfach falsch. Natürlich gibt es da auch Extremfälle, aber das gros ist doch eher harmlos, nicht?
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